<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jugendliche Archive - Kunst &amp; KI</title>
	<atom:link href="https://kunstundki.de/tag/jugendliche/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://kunstundki.de/tag/jugendliche/</link>
	<description>Zwischen Inspiration und Irritation</description>
	<lastBuildDate>Sun, 17 May 2026 15:37:43 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1</generator>

<image>
	<url>https://kunstundki.de/wp-content/uploads/2025/09/Firefly_Entwerfe-einen-kubistischen-geometrischen-futuristischen-modernen-zweidimensionalen-f-324063-50x50.jpg</url>
	<title>Jugendliche Archive - Kunst &amp; KI</title>
	<link>https://kunstundki.de/tag/jugendliche/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Der ChatGPT-Schulskandal</title>
		<link>https://kunstundki.de/2026/05/17/der-chatgpt-schulskandal/</link>
					<comments>https://kunstundki.de/2026/05/17/der-chatgpt-schulskandal/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 14:30:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[AIS.chat]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Chatbot]]></category>
		<category><![CDATA[ChatGPT]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Hype]]></category>
		<category><![CDATA[Informationskontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Jin Wang]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[KI-Euphorie]]></category>
		<category><![CDATA[KI-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Markenrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Plattformdynamik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Springer-Nature]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kunstundki.de/?p=816</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie Politik und Medien auf eine fehlerhafte KI-Studie hereinfielen und warum plötzlich kritische Inhalte über Schul-KI verschwinden: Die Euphorie war enorm. Eine wissenschaftliche Meta-Analyse schien endlich zu beweisen, dass ChatGPT den Unterricht verbessert, Lernleistungen steigert und sogar „höheres Denken“ fördert. Medien berichteten begeistert, Bildungspolitiker sahen sich bestätigt, Schulen experimentierten mit KI-Chatbots, Ministerien bauten Infrastruktur auf. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kunstundki.de/2026/05/17/der-chatgpt-schulskandal/">Der ChatGPT-Schulskandal</a> erschien zuerst auf <a href="https://kunstundki.de">Kunst &amp; KI</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading">Wie Politik und Medien auf eine fehlerhafte KI-Studie hereinfielen und warum plötzlich kritische Inhalte über Schul-KI verschwinden:</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die Euphorie war enorm. Eine wissenschaftliche Meta-Analyse schien endlich zu beweisen, dass ChatGPT den Unterricht verbessert, Lernleistungen steigert und sogar „höheres Denken“ fördert. Medien berichteten begeistert, Bildungspolitiker sahen sich bestätigt, Schulen experimentierten mit KI-Chatbots, Ministerien bauten Infrastruktur auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist diese Studie offiziell zurückgezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und plötzlich stellt sich eine unangenehme Frage:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie konnte eine methodisch fragwürdige Arbeit weltweit zum Legitimationsmotor für KI im Bildungswesen werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort führt tief hinein in ein System aus Technik-Hype, institutioneller Selbstbestätigung, wissenschaftlichem Publikationsdruck — und möglicherweise auch strategischen Formen digitaler Erinnerungskontrolle.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die Studie, die alles bestätigen sollte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die inzwischen zurückgezogene Arbeit trug den Titel:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„The effect of ChatGPT on students’ learning performance, learning perception, and higher-order thinking: insights from a meta-analysis“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Veröffentlicht wurde sie 2025 in der Springer-Nature-Zeitschrift Humanities and Social Sciences Communications. Autoren waren Jin Wang und Wenxiang Fan von der Hangzhou Normal University in China. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie behauptete, auf Basis von 51 Einzelstudien zeigen zu können, ChatGPT verbessere Lernleistungen deutlich, fördere Lernwahrnehmung und unterstütze „higher-order thinking“, also komplexes Denken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau diese Aussagen wurden zum globalen Türöffner für KI im Bildungsbereich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit wurde hunderte Male zitiert, in sozialen Netzwerken verbreitet und von Bildungseinrichtungen weltweit als wissenschaftlicher Beleg genutzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei fiel schon früh auf: Die Effektstärken wirkten ungewöhnlich stark. Kritische Stimmen warnten, die Meta-Analyse vermische sehr unterschiedliche Studien und ziehe daraus überzogene Schlussfolgerungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch diese Einwände gingen im KI-Hype unter.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die Rücknahme — und ihre Sprengkraft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 2026 zog Springer Nature die Studie offiziell zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begründung ist bemerkenswert deutlich:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Es gebe „discrepancies in the meta-analysis“, also Widersprüche bzw. Unstimmigkeiten in der Analyse, die das Vertrauen in die Ergebnisse zerstörten. </p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Noch gravierender: Laut Rückzugsnotiz reagierten die Autoren nicht auf die Korrespondenz zur Retraktion. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist kein kleiner wissenschaftlicher Schönheitsfehler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Studie beeinflusste reale politische Entscheidungen: Schulen führten KI-Systeme ein, Ministerien entwickelten Strategien, Lehrerfortbildungen wurden aufgebaut und Plattformen erhielten Legitimation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und all das auf Grundlage einer Arbeit, deren statistische Aussagekraft später offiziell infrage gestellt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigentliche Gefahr liegt dabei weniger im Fehler selbst als im zeitlichen Ablauf: Die öffentliche Wirkung war längst eingetreten, bevor die wissenschaftliche Korrektur kam.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wer kontrolliert eigentlich die Qualität?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall wirft unangenehme Fragen an Springer Nature auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Studie erschien nicht in irgendeinem obskuren Blog, sondern bei einem der größten Wissenschaftsverlage der Welt: Springer Nature</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort durchlief sie Peer Review und wurde als wissenschaftlich belastbar publiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch gerade Meta-Analysen gelten als besonders sensibel: Wenn Studien falsch gewichtet, methodisch unvereinbare Daten kombiniert oder statistische Verzerrungen übersehen werden, entstehen scheinbar objektive Ergebnisse mit enormer Überzeugungskraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau das scheint hier passiert zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dennoch übernahmen Medien, Bildungsinstitutionen und politische Akteure die Aussagen oft nahezu kritiklos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die Studie perfekt in die Zeit passte.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die KI-Euphorie wollte Beweise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Erfolg von ChatGPT suchen Politik und Bildungsinstitutionen nach wissenschaftlicher Legitimation für die rasche Einführung generativer KI.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Studie, die behauptet:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">KI verbessert Lernen massiv,</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">ist deshalb politisch extrem attraktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie liefert Fortschrittserzählungen, Rechtfertigung für Investitionen, Modernisierungsargumente und öffentliche Anschlussfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Negative oder vorsichtige Forschungsergebnisse erzeugen dagegen weit weniger Aufmerksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So entsteht ein systemischer Bias: Positive KI-Studien verbreiten sich explosionsartig — kritische Forschung deutlich langsamer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall Wang/Fan zeigt deshalb nicht nur wissenschaftliches Versagen, sondern auch ein mediales und institutionelles Strukturproblem.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die merkwürdige Unsichtbarkeit der Autoren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig ist außerdem die geringe öffentliche Sichtbarkeit der Autoren selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jin Wang war vor Veröffentlichung der Studie international kaum bekannt. Die Arbeit verbreitete sich dennoch weltweit mit enormer Geschwindigkeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das allein beweist nichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es zeigt ein neues Machtmuster digitaler Wissenschaft: Nicht mehr wissenschaftliche Reputation allein entscheidet über Einfluss, sondern algorithmische Sichtbarkeit, Plattformdynamik und technologische Anschlussfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine einzige, perfekt anschlussfähige Studie kann heute globale Debatten prägen — selbst wenn ihre methodische Grundlage fragwürdig ist.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">AIS.chat: Der staatliche Schul-Chatbot</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu dieser Entwicklung wurde in Deutschland der Schul-Chatbot „telli“ aufgebaut, inzwischen umbenannt in „AIS.chat“. Verantwortlich sind unter anderem das Schulministerium NRW, das FWU – Institut für Film und Bild sowie weitere Landesinstitutionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">AIS.chat wird als datenschutzkonforme schulische KI-Lösung präsentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch genau hier beginnt die eigentliche gesellschaftliche Frage: Was passiert, wenn staatliche Bildungssysteme beginnen, Denk- und Lernprozesse systematisch an KI-Plattformen auszulagern?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Risiken betreffen nicht nur Datenschutz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Artikel „Der KI-Chatbot telli im Schulalltag“ wurde bereits auf zentrale Problembereiche hingewiesen. Dazu gehören Halluzinationen und Scheingenauigkeit, also die Fähigkeit von KI-Systemen, falsche Informationen mit großer sprachlicher Überzeugungskraft zu präsentieren. Hinzu kommt die Gefahr eines wachsenden Autoritätsglaubens: Schülerinnen und Schüler könnten Antworten des Systems ungeprüft übernehmen und dabei Quellenkritik und eigenständige Recherche verlernen. Ebenso problematisch sind algorithmische Verzerrungen und Biases, die gesellschaftliche Vorurteile reproduzieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Datenschutz und kindgerechte Nutzung bleiben kritische Punkte. Selbst wenn ein System offiziell als „datenschutzkonform“ gilt, bleibt die Frage offen, wie früh Kinder an KI-Interaktion gewöhnt werden sollten und welche langfristigen Auswirkungen das auf ihre Entwicklung hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt die Gefahr der Übernutzung. Wenn Schülerinnen und Schüler bei jeder Unsicherheit sofort KI konsultieren, können eigene Denkprozesse, Frustrationstoleranz und kreative Problemlösung schleichend verloren gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich gibt es auch ökologische und soziale Kritikpunkte: Der enorme Energieverbrauch großer KI-Systeme, Ressourcenverbrauch in Rechenzentren sowie problematische Arbeitsbedingungen in Teilen der globalen KI-Lieferketten werden in Bildungsdebatten häufig kaum thematisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade Kinder und Jugendliche sind für all diese Entwicklungen besonders anfällig.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Der Fall „telli“ und das Verschwinden von Erinnerung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders aufschlussreich wird die Situation durch den aktuellen Markenstreit rund um „telli“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das FWU erklärte offiziell: Die Marke dürfe ab dem 20. Mai 2026 nicht mehr verwendet werden. Sämtliche Erklärvideos mit dem Namen müssten angepasst oder entfernt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon betroffen sind offenbar auch journalistische oder dokumentierende Inhalte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So erhielt auch unser Blog kunstundki.de eine entsprechende Nachricht, nachdem wir kritisch über den Chatbot berichteten — unter anderem im Artikel und Podcast „Der KI-Chatbot telli im Schulalltag“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Juristisch mag es dabei formal um Markenrecht gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch gesellschaftlich entsteht etwas anderes: ein sogenannter „Chilling Effect“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet: Menschen löschen Inhalte vorsorglich — nicht unbedingt, weil sie rechtswidrig sind, sondern weil sie juristische Risiken fürchten, Konflikte vermeiden wollen oder keine Ressourcen für Auseinandersetzungen besitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade kleinere Medien, Lehrkräfte und unabhängige Bildungsprojekte sind davon betroffen.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Strategische Erinnerungskontrolle?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit entsteht eine heikle Frage:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kann Markenrecht indirekt genutzt werden, um öffentliche Debatten zu bereinigen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den konkreten telli/AIS.chat-Fall gibt es dafür bislang keine Beweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das strukturelle Szenario ist realistisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn moderne Informationskontrolle funktioniert oft nicht mehr primär über klassische Zensur, sondern über Plattformregeln, Rechteverwaltung, juristische Unsicherheit, automatisierte Löschmechanismen und institutionelle Risikoabwehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirkung kann dieselbe sein: Kritische Inhalte verschwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders problematisch wird das bei staatlich unterstützten Bildungsplattformen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn wenn Videos, Blogartikel, Podcasts, Screenshots oder Unterrichtsdiskussionen nachträglich gelöscht werden, verändert sich die digitale Erinnerungskultur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später wirkt es womöglich so, als habe es nie ernsthafte Kritik gegeben.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Die eigentliche Gefahr</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der zurückgezogene ChatGPT-Bildungs-Hype und der Fall telli/AIS.chat gehören deshalb zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide zeigen: Wie schnell technologische Systeme institutionelle Macht entwickeln können — noch bevor ihre langfristigen Folgen verstanden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine fragwürdige Studie erzeugt politische Legitimation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ministerien bauen Infrastruktur auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kritische Stimmen geraten unter Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und digitale Erinnerung beginnt zu verschwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Frage lautet deshalb längst nicht mehr:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Darf KI im Unterricht eingesetzt werden?“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Wer kontrolliert künftig die Denk- und Wissensinfrastruktur von Kindern und Jugendlichen?“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Denn Bildung bedeutet nicht nur Informationsvermittlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bildung bedeutet Zweifel, Eigenständigkeit, Konzentration, Reibung, Widerspruch und die Fähigkeit, Autoritäten kritisch zu hinterfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese Fähigkeiten könnten in einer KI-dominierten Bildungswelt schleichend verloren gehen.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-contrast-color has-text-color has-link-color wp-elements-1"><a href="https://www.nature.com/articles/s41599-026-07310-z?utm_source=chatgpt.com">Springer Nature – Retraction Note</a></li>



<li class="has-contrast-color has-text-color has-link-color wp-elements-2"><a href="https://www.nature.com/articles/s41599-025-04787-y?utm_source=chatgpt.com">Originalstudie (retracted)</a></li>



<li class="has-contrast-color has-text-color has-link-color wp-elements-3"><a href="https://www.govtech.com/education/nature-retracts-oft-cited-paper-on-positive-impact-of-chatgpt?utm_source=chatgpt.com">GovTech-Bericht zur Retraktion</a></li>



<li class="has-contrast-color has-text-color has-link-color wp-elements-4"><a href="https://arstechnica.com/ai/2026/05/influential-study-touting-chatgpt-in-education-retracted-over-red-flags/?utm_source=chatgpt.com">Ars Technica zur Rücknahme</a></li>



<li class="has-contrast-color has-text-color has-link-color wp-elements-5"><a href="https://www.404media.co/nature-retracts-paper-on-the-benefits-of-chatgpt-in-education/?utm_source=chatgpt.com">404 Media zur Studie</a></li>



<li class="has-contrast-color has-text-color has-link-color wp-elements-6"><a href="https://fwu.de/presse/neuer-name-fuer-den-ki-chatbot-aus-telli-wird-ais-chat/?utm_source=chatgpt.com">FWU – Umbenennung telli → AIS.chat</a></li>



<li class="has-contrast-color has-text-color has-link-color wp-elements-7"><a href="https://www.schulministerium.nrw/ki-chatbot-telli?utm_source=chatgpt.com">Schulministerium NRW – AIS.chat</a></li>



<li class="has-contrast-color has-text-color has-link-color wp-elements-8"><a href="https://www.lernen-digital.nrw/zugang-zu-AIS.chat?utm_source=chatgpt.com">Lernen Digital NRW – AIS.chat</a></li>



<li class="has-contrast-color has-text-color has-link-color wp-elements-9"><a href="https://kunstundki.de/2025/10/29/der-ki-chatbot-telli-im-schulalltag/?utm_source=chatgpt.com">kunstundki.de – Der KI-Chatbot telli im Schulalltag</a></li>



<li class="has-contrast-color has-text-color has-link-color wp-elements-10"><a href="https://youtu.be/y2lvRJsc2NI?utm_source=chatgpt.com">YouTube-Podcast zum Thema telli</a></li>
</ul>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Der ChatGPT-Schulskandal" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/PIHoJmx2Rns?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://kunstundki.de/2026/05/17/der-chatgpt-schulskandal/">Der ChatGPT-Schulskandal</a> erschien zuerst auf <a href="https://kunstundki.de">Kunst &amp; KI</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kunstundki.de/2026/05/17/der-chatgpt-schulskandal/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der KI-Chatbot telli im Schulalltag (Stand 2025)</title>
		<link>https://kunstundki.de/2025/10/29/der-ki-chatbot-telli-im-schulalltag/</link>
					<comments>https://kunstundki.de/2025/10/29/der-ki-chatbot-telli-im-schulalltag/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2025 05:22:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[AIS]]></category>
		<category><![CDATA[Autoritätsglaube]]></category>
		<category><![CDATA[Bias]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Datenarbeiter]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Denkprozesse]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Evelyn Glose]]></category>
		<category><![CDATA[FWU]]></category>
		<category><![CDATA[Halluzinationen]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Promts]]></category>
		<category><![CDATA[Quellenkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Schulen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachbot]]></category>
		<category><![CDATA[Stromverbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[telli]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserverbrauch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kunstundki.de/?p=594</guid>

					<description><![CDATA[<p>Chancen, Grenzen und pädagogische Implikationen: Wichtiger Hinweis (Mai 2026):Der im Podcast besprochene Chatbot wurde zum Zeitpunkt der Aufnahme unter dem Namen „telli“ geführt. Die Veröffentlichung dient ausschließlich der journalistischen bzw. dokumentarischen Berichterstattung über den damaligen Stand des Projekts. Es besteht keine aktuelle Verbindung zum Markeninhaber oder Anbieter. Der KI-gestützte Chatbot telli wurde eigens für den [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kunstundki.de/2025/10/29/der-ki-chatbot-telli-im-schulalltag/">Der KI-Chatbot telli im Schulalltag (Stand 2025)</a> erschien zuerst auf <a href="https://kunstundki.de">Kunst &amp; KI</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading">Chancen, Grenzen und pädagogische Implikationen:</h5>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wichtiger Hinweis (Mai 2026):</strong><br><em>Der im Podcast besprochene Chatbot wurde zum Zeitpunkt der Aufnahme unter dem Namen „telli“ geführt. Die Veröffentlichung dient ausschließlich der journalistischen bzw. dokumentarischen Berichterstattung über den damaligen Stand des Projekts. Es besteht keine aktuelle Verbindung zum Markeninhaber oder Anbieter.</em></p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der KI-gestützte Chatbot <em>telli</em> wurde eigens für den Einsatz in deutschen Schulen entwickelt. Ziel ist es, Lehrkräfte bei der Unterrichts- und Materialvorbereitung zu unterstützen und Schülerinnen und Schülern eine geschützte Umgebung zur Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu bieten.<br>Der Beitrag erläutert, wie <em>telli</em> funktioniert, welche Chancen sich für den Bildungsbereich ergeben und welche Herausforderungen insbesondere im Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu beachten sind.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Funktionsweise und Konzept von <em>telli</em></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>telli</em> ist ein schulischer KI-Chatbot, entwickelt vom <strong>FWU – Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht gGmbH</strong>, dem Medieninstitut der Länder. Das Projekt entsteht in Kooperation mit den Kultusministerien verschiedener Bundesländer und ist Teil des Vorhabens <strong>AIS (Adaptives Intelligentes System)</strong>, das KI-gestützte Lernumgebungen für Schulen schaffen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lehrkräfte können mit <em>telli</em>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eigene Unterrichtsmaterialien hochladen, damit die KI auf einer konkreten Wissensbasis arbeitet,</li>



<li>fiktive Gesprächspartner definieren, etwa historische Persönlichkeiten oder fachspezifische Rollen,</li>



<li>Prompts (Anweisungen) formulieren, die beschreiben, in welcher Rolle oder Haltung die KI reagieren soll.</li>
</ul>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Ich kann da eigene fiktive Gesprächspartner anlegen“, erklärt <strong>Evelyn Glose</strong>, Projektleiterin für <em>telli</em> beim FWU. „Die Lehrer können Anweisungen an die KI anlegen, die die Person beschreiben, deren Rolle der Chatbot spielen soll.“ So kann etwa eine Geschichtslehrerin den Chatbot als „Seneca“ auftreten lassen, um ethische Fragen der Antike mit der Klasse zu diskutieren – oder eine Sprachlehrkraft lässt ihn als „Zeitzeugin der Industrialisierung“ antworten.</p>
</blockquote>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dienst wird datenschutzkonform <strong>innerhalb der EU</strong> betrieben. Die Nutzung ist für öffentliche Schulen kostenlos. Nach Pilotphasen in <strong>Bremen</strong> und <strong>Brandenburg</strong> wurde <em>telli</em> inzwischen auch in <strong>Hessen</strong> und <strong>Baden-Württemberg</strong> flächendeckend eingeführt. Weitere Länder, darunter <strong>Hamburg</strong> und <strong>Schleswig-Holstein</strong>, planen derzeit die Implementierung.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Potenziale für den Unterricht</h3>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Förderung von Medien- und KI-Kompetenz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <em>telli</em> können Schülerinnen und Schüler lernen, wie Sprachmodelle funktionieren, welche Chancen und Grenzen sie haben und wie man Informationen kritisch überprüft. Der Einsatz unterstützt zentrale Bildungsziele wie Medien-, Informations- und Urteilskompetenz.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Entlastung und Individualisierung für Lehrkräfte</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Chatbot kann Arbeitsprozesse beschleunigen – etwa beim Erstellen von Arbeitsblättern, Quizfragen oder Texten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Durch den Upload eigener Materialien lässt sich der Unterricht gezielt an Lernniveaus und Fachthemen anpassen.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Neue Formen des Lernens im Dialog</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dank frei definierbarer Rollen lässt sich Unterricht interaktiver gestalten. Statt passiv Texte zu lesen, führen Lernende Gespräche mit fiktiven Figuren oder historischen Persönlichkeiten – ein Ansatz, der besonders in Geschichte, Ethik, Sprachen und Sozialkunde motivierende Lernformen eröffnet.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Datenschutz und schulischer Rahmen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu frei zugänglichen KI-Plattformen ist <em>telli</em> auf schulische Bedürfnisse zugeschnitten und erfüllt die Datenschutzvorgaben der Länder. Das reduziert rechtliche Unsicherheiten und schafft eine vertrauenswürdige Umgebung für Lehrkräfte und Schüler:innen.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Kritische Aspekte und Herausforderungen</h3>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Halluzinationen und Scheingenauigkeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie alle Sprachmodelle kann auch <em>telli</em> falsche oder erfundene Informationen produzieren &#8211; so genannte „Halluzinationen“. Diese wirken oft glaubwürdig – besonders für Kinder problematisch, die sie leicht als Fakten übernehmen. Lehrkräfte müssen daher gezielt üben lassen, Aussagen zu prüfen und zu hinterfragen.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Autoritätsglaube und mangelnde Quellenkritik</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Da KI-Antworten sprachlich sicher und strukturiert erscheinen, nehmen Lernende sie häufig als objektiv wahr. Pädagogisch wichtig ist es, zu vermitteln: <em>telli</em> rechnet – es weiß nichts. Lehrkräfte sollten deutlich machen, dass KI kein Wissenswesen, sondern ein sprachbasiertes Vorhersagesystem ist.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Verzerrungen (Bias)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein schulischer Chatbot kann gesellschaftliche Stereotype wiedergeben, da Trainingsdaten Vorurteile enthalten können. Lehrkräfte sollten diese Verzerrungen aktiv thematisieren, etwa mit Fragen wie: <em>Welche Perspektiven fehlen? Wessen Sichtweise wird betont?</em></p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Datenschutz und kindgerechte Nutzung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl <em>telli</em> datenschutzkonform betrieben wird, ist Vorsicht geboten: Lernende könnten unbeabsichtigt persönliche Informationen eingeben. Es braucht klare Unterrichtsregeln, welche Inhalte in Chats erlaubt sind – etwa keine Namen, privaten Themen oder sensiblen Angaben.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Übernutzung und Verlust eigener Denkprozesse</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn KI zu häufig eingesetzt wird, besteht das Risiko, dass Lernende sich auf vorgegebene Antworten verlassen und weniger selbständig denken, recherchieren oder schreiben. <em>telli</em> sollte daher gezielt, zeitlich begrenzt und immer mit Reflexionsphasen eingesetzt werden.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Allgemeine ökologische und soziale Kritikpunkte an KI</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn <em>telli</em> auf einer kleineren, energieeffizienteren Variante großer Sprachmodelle basiert, bleiben die systemischen Kritikpunkte relevant:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Hoher Strom- und Wasserverbrauch</strong> in Rechenzentren, insbesondere beim Training großer Modelle,</li>



<li><strong>CO₂-Emissionen</strong> und Umweltbelastungen durch Hardwareproduktion,</li>



<li><strong>unsichtbare „Datenarbeit“</strong>, also schlecht bezahlte menschliche Arbeitskräfte, die Trainingsdaten klassifizieren und Inhalte moderieren – oft unter prekären Bedingungen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aspekte gelten auch für schulische KI-Anwendungen und sollten im Unterricht thematisiert werden, z. B. im Rahmen von Projekten zu digitaler Nachhaltigkeit oder globaler Gerechtigkeit.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Leitgedanken für Lehrkräfte</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>KI erklären:</strong> <em>telli</em> ist ein Sprachmodell, kein denkendes Wesen.</li>



<li><strong>Quellen prüfen:</strong> Jede Antwort braucht Verifikation oder Vergleich mit seriösen Quellen.</li>



<li><strong>Bias thematisieren:</strong> Fragen nach Fairness, Perspektive und Vielfalt stellen.</li>



<li><strong>Datenschutz beachten:</strong> Keine persönlichen Daten oder sensiblen Informationen eingeben.</li>



<li><strong>Reflexion fördern:</strong> KI-Ergebnisse als Ausgangspunkt für Diskussion, nicht als Endpunkt nutzen.</li>



<li><strong>Einsatz begrenzen:</strong> KI gezielt in Projekten oder Lernphasen einsetzen, nicht als Dauerbegleiter.</li>



<li><strong>Lehrkräfte qualifizieren:</strong> Fortbildungen zur KI-Didaktik und Medienethik sind zentral.</li>
</ul>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der KI-Chatbot <em>telli</em> eröffnet neue Möglichkeiten für Unterricht und Medienbildung in Deutschland. Lehrkräfte können ihn nutzen, um Lernprozesse zu individualisieren und kritisches Denken über KI zu fördern. Gleichzeitig bleibt die pädagogische Verantwortung groß: KI darf nicht als Wissensquelle oder Ersatz für Urteilsbildung verstanden werden, sondern als Werkzeug, das Denken und Quellenkritik anregt. So kann <em>telli</em> – richtig eingesetzt – zu einem Baustein reflektierter digitaler Bildung werden. Voraussetzung ist, dass Lehrkräfte Chancen und Grenzen gleichermaßen vermitteln und Kinder befähigen, sich kritisch, kreativ und sicher in einer KI-geprägten Welt zu bewegen.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Quellen</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht</strong>: „KI-Chatbot telli: Neue Funktionen für Lehrkräfte“, 11. Juni 2025. <a href="https://fwu.de/presse/ki-chatbot-telli-neue-funktionen-fuer-lehrkraefte/?utm_source=chatgpt.com">fwu.de</a></li>



<li><strong>FWU Pressemitteilung</strong>: „Schulen in Hessen und Baden-Württemberg setzen ab sofort KI-Chatbot telli ein“, 13. Oktober 2025. <a href="https://fwu.de/presse/schulen-in-hessen-und-baden-wuerttemberg-setzen-ab-sofort-ki-chatbot-telli-ein/?utm_source=chatgpt.com">fwu.de</a></li>



<li><strong>Hessenschau</strong>: „Hessens Lehrer können Chatbot telli im Unterricht nutzen“, 17. Oktober 2025, Zitat von Evelyn Glose. <a href="https://www.hessenschau.de/gesellschaft/ki-an-schulen-hessens-lehrer-koennen-chatbot-telli-im-unterricht-nutzen-v1,ki-chatbot-lehrer-100.html">hessenschau.de</a></li>



<li><strong>Kultusministerium Baden-Württemberg</strong>: „KI-Chatbot für Schulen geht an den Start“, Pressemitteilung vom 13. Oktober 2025. <a href="https://km.baden-wuerttemberg.de/de/service/pressemitteilung/pid/ki-chatbot-fuer-schulen-geht-an-den-start?utm_source=chatgpt.com">km.baden-wuerttemberg.de</a></li>



<li><strong>Heise online</strong>: „Chatbot für Schulen: Bremen macht den Anfang“, 26. Juni 2025. <a href="https://www.heise.de/news/Chatbot-fuer-Schulen-Bremen-macht-den-Anfang-10461352.html?utm_source=chatgpt.com">heise.de</a></li>



<li><strong>Deutsches Schulportal</strong>: „Fobizz, SchulKI und Co.: Welche KI-Tools können Schulen nutzen?“ <a href="https://deutsches-schulportal.de/unterricht/fobizz-schulki-und-co-welche-ki-tools-koennen-schulen-nutzen/?utm_source=chatgpt.com">deutsches-schulportal.de</a></li>
</ul>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Der KI-Chatbot telli im Schulalltag (Stand 2025)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/y2lvRJsc2NI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://kunstundki.de/2025/10/29/der-ki-chatbot-telli-im-schulalltag/">Der KI-Chatbot telli im Schulalltag (Stand 2025)</a> erschien zuerst auf <a href="https://kunstundki.de">Kunst &amp; KI</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kunstundki.de/2025/10/29/der-ki-chatbot-telli-im-schulalltag/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
